Apnoe-Kurs

01.08.2013

Apnoe-Kurs am Murner See in Wackersdorf

Nachdem ich zu Weihnachten 2011 einen Apnoe-Kurs geschenkt bekommen habe und mein „Christkind“ Sabine das auch schon mit meiner „Apnoe-Sicherung“ Markus ausgemacht hat, haben Markus und ich 2012 in München den Apnoe Bronze Kurs gemacht.

Da wir beide mittlerweile immer interessierter an dieser Sportart sind und Markus Anfang des Jahres entdeckte, dass der „Bayerische Landestauchsportverband“ einen Apnoe Kurs in Wackersdorf für Einsteiger, Erfahrene und Profis anbot, waren wir natürlich beide sofort Feuer und Flamme und entschlossen uns einfach wegen der Freude am Apnoe und ohne das Ablegen einer Prüfung mitzumachen.
Eine Entscheidung, die wir zu keiner Sekunde bereuten.

Anreise und Anmeldung war am Freitag den 19.07.2013 bis 17:00 Uhr am Campingplatz „Lutter“. Bei strahlendem Sonnenschein ohne Wolken, Wassertemperaturen von 20° und einer Sicht von 10 bis 12 m sollte es ein traumhaftes Wochenende werden.
Um 18:00 Uhr begann das Seminar in einem vom Restaurant am See zur Verfügung gestellten Seminarraum. Für Essen und Trinken wurde per Bedienung bestens gesorgt. Als erstes stellten sich die 2 Kursleiter Franz Scheiblinger (Leiter der Sachabteilung Apnoe BLTV) und Volker Patjens (stellv. Ausbildungsleiter), sowie Ihre Ausbildungshelfer und die 16 Kursteilnehmer vor. Danach kamen die Einweisung, Ablauf und natürlich Kontrolle der Tauchsportärztlichen Untersuchung. Dann ging es aber auch schon mit Volldampf los.
Die Theorie umfasste Grundlagen, Sicherung, Ausrüstung, Lunge und Atemtechniken, Physiologie des Apnoetauchens und Videos zur Auflockerung, in denen man die Profis bei Ihren Rekorden, aber auch bei eintretenden „SAMBA“ und „BLACKOUT“ sah.
Die Hintergründe, Infos und Tipps waren sehr lehrreich und wir erfuhren, dass wir bei unseren Übungen im Freibad unseren Kopf eigentlich falsch programmierten und das Training ganz anders aufgebaut werden sollte.

Um 22:00 Uhr waren wir dann alle mit Informationen bis obenhin gefüllt und wir machten uns auf zu den Zelten und Wohnwägen, um für den nächsten Tag auch ausgeschlafen zu sein.
Der Samstag begann um 08:00 Uhr mit einer Stunde Joga und Atemtechniken. Auf Isomatten am Ufer des Murner Sees war das wirklich eine sehr entspannende Sache, auch wenn wir mit so mancher Übung „kleinere“ Anlaufschwierigkeiten hatten.

Nach kurzem Frühstück ging es um 10:00 weiter mit Statik (d. h. Zeittauchen. Der Taucher bereitet sich vor, atmet ein und liegt während der Apnoe, regungslos und mit Neoprenanzug bekleidet, mit dem Gesicht nach unten im Wasser, während der Partner die Sicherung übernimmt.)
Bei dieser Übung konnten wir beide unsere Zeiten um ca. 30 Sekunden verbessern.

Der Parkour für das Streckentauchen wurde mittels Bojen und Seilen, auf 3 m bzw. 6 m aufgebaut. Einen Meter über dem Seil konnten dann die Strecken für die Abzeichen gemacht werden. Wir hatten dann genügend Zeit, um die 2 verschiedenen Übungen mehrmals zu trainieren.

Nachmittags begannen wir mit Intervall Training für die Tiefenversuche und alle probierten Stück für Stück mit Sicherung und jedes Mal natürlich unter Aufsicht eines Tauchlehrers ihre Tiefe zu verbessern.

Der Sonntagmorgen lief ähnlich ab. Erst Yoga und Atemübungen und nach einem leichten Frühstück machten wir bis um 14 Uhr die maximal Versuche für das Tieftauchen, nochmal richtige Sicherung beim Auftauchen und Rettung eines Bewusstlosen aus 8 m mit Bergung ans Ufer.
Beim Tieftauchen hatte Markus leider Probleme mit dem Druckausgleich und musste bei 10m aufhören. Ich konnte meine Tiefe von 14 m auf 22 m verbessern.

Alles in allem ein gelungenes, erfolgreiches und vor allem entspannendes Wochenende mit dem Fazit:
Der nächst Kurs ist so gut wie gebucht.

Text: Lemberger Günther
Bilder: Zisler Markus, Robert Weiss

 

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