Film-Foto-Abend

24.02.2018

Am Samstagabend, 24.02.2018 freute sich der Tauchclub Plattling über einen vollen Saal am jährlichen Film- und Fotoabend, an dem vier Mitglieder seine Zuschauer auf beeindruckende Reisen entführten.

Den Anfang machte Armin Rauen, der seine Erlebnisse und Eindrücke aus vier Islandreisen zusammenfasste. Von der Hauptstadt Reykjavik aus, in der etwa 2/3 aller Isländer leben ging es nach Thingvellir (übersetzt "Ebene der Versammlungen“), eine Landschaft, die nicht nur für Volksversammlungen genutzt wurde, sondern die geologisch gesehen in einer Grabenbruchzone liegt. Hier bilden sich Schluchten und Spalten durch das Auseinanderbewegen der Erdplatten des amerikanischen und des europäischen Kontinents. Auch im Geothermalgebiet Haukadalur tut sich etwas unter der Erde: ein kleinerer Geysir bricht hier regelmäßig aus. Weiterhin wurde das Publikum, begleitet von isländischer Musik, mit wunderschönen Wasserfällen und Landschaftsbilder beeindruckt.  Der unter dem Gletscher liegende Vulkan Eyjafallajökull wurde 2010 bekannt, als er durch seinen Ausbruch den internationalen Flugverkehr lahm legte. Was außerdem natürlich nicht fehlen durfte: Polarlichter bzw. Nordlichter, die auf der Snaefellsnesshalbinsel fotografiert wurden.

Den Part unter der Wasseroberfläche Islands übernahm Ralf Saller, der in der berühmten Silfra-Spalte, einer Grabenbruchzone, tauchte. Dies ist der einzige Ort weltweit, wo zwei Kontinentalplatten mit den bloßen Fingern berührt werden können. Bei glasklarem Wasser und einer Temperatur von ca. 3 °C genoss er im Trockentauchanzug mit seinen Begleitern Sichtweiten von beneidenswerten 100 Metern.

In wärmere Gefilde ging es mit Frank Slomski nach Peru – ein Land der Anden in Südamerika. Viele der Sehenswürdigkeiten liegen hier über einer luftigen Höhe von über 2.500 Metern. Die Hafenstadt Puno z.B. liegt direkt am Titicacasee, der mit 3850 m der höchstgelegene schiffbare See der Erde und 13 mal größer als der Bodensee ist. Von dort aus wurde die schwimmende Schilfinsel Urus und Taquile erkundet. Hier faszinierten die strickenden Männer, die aus der von Frauen gewonnenen Alpaka-Wolle bunte Strickwaren herstellen. Die charmante Kolonialstadt Cusco war der Ausgangspunkt für weitere Erkundungen wie z.B. der Inka-Ruinenstätte Machu Picchu, Arequipa – die weiße Stadt in den Anden, Colca Canyon – Das Tal der Kondore & zweit-tiefste Schlucht der Welt! Als Gegenpol zu den Bergen reisten die Zuschauer weiter in den peruanischen Urwald bzw. Amazonien zu Anakondas, Wasserschweinen, Kaimanen, Affen und sogar Vogelspinnen.

Einen tollen Abschluss machte Günther Breu, der eine Tauchsafari im Sudan unternahm. Im Roten Meer betauchte er legendäre Tauchplätze wie das Wrack der Umbria - ein italienisches Passagier- und Frachtschiff – das 1940 versenkt wurde und rund 40 Meter tief liegt. Hier beeindruckten vor allem die Laderäume, die noch einige Munition, Bomben und Autos beinhalteten. Faszinierend waren aber auch  Hammerhaie, Schildkröten sowie Barakuda-Schwärme an weiteren Tauchplätzen. Ein weiteres Highlight bot noch das verlassene Unterwasserhaus von Jacques-Yves Cousteau einem Tauchpionier und Meeresforscher. Fünf Menschen sollten 30 Tage in einem seesternförmigen Gebäude verbringen, um dadurch neue Erkenntnisse über das Sättigungstauchen (Anreicherung von Stickstoff im Blut) zu erlangen und die Unterwasserwelt weiter zu erforschen. 

Der Tauchclub plant auch für das kommende Jahr wieder eine Veranstaltung dieser Art und freut sich auf die nächsten Beiträge seiner Mitglieder.

Reiselustige von links: Moderator Richard Espertshuber, Frank Slomski, Günther Breu, Ralf Saller, Armin Rauen
Armin Rauen: Isländische Landschaften
Armin Rauen: Isländische Landschaften
Ralf Saller: Island unter Wasser
Ralf Saller: Island unter Wasser
Frank Slomski: Peru
Frank Slomski: Peru
Günther Breu: Tauchsafari Sudan
Günther Breu: Tauchsafari Sudan