Elba

02.06.2018

Freitag, der 18.05.2018, 17 Uhr. Anhänger, LKW und einige Autos stehen vor dem Plattlinger Tauchclub, doch kein Mensch ist zu sehen. Fällt Elba dieses Jahr aus? Wo sind all die fleißigen Mitglieder, die die Boote, Flaschen und sonstiges Tauchzubehör aufladen und nach Elba fahren sollten? Sie sitzen am Stadtplatz und essen gemütlich ein Eis, denn für dieses Jahr ist bereits alles verstaut und abfahrbereit. Und um es mit Ralfs Worten zu sagen: Für ein Eis ist immer Zeit. Also machten sich die Mitglieder erst nach ihrem wohlverdienten Eis auf nach Elba. Fast am Ziel jedoch die Ernüchterung: Stau. Drei Stunden kostete ein brennender Lastwagen die Urlauber, die die einen schlafend, die anderen filmschauend verbrachten. Die Fähre erreichten jedoch alle, außer Stefan B. und Günther, die blieben zurück und mussten drei Stunden auf die nächste Fähre warten. Kein Problem für die Beiden. Bei gutem Kaffee und guter Gesellschaft lässt es sich ja aushalten. Für alle andren galt es nach dem Begrüßungscappuccino von Miriana erstmal auspacken, Boote aufbauen und zu Wasser bringen.

Am nächsten Tag ging es dann los mit den Tauchengängen und für drei der Mitglieder an Silber. Fast jeden Tag fiel Ralf eine neue Übung ein, die die drei absolvierten – meist ohne Gejammer. Neptun zeigte sich erfreut über den 31. Besuch des Plattlinger Tauchclubs in der wunderschönen Morconebucht und schenkte den Tauchern so einiges zu sehen: Zeusfarber, Teufelsfisch, einen kleinen Rochen, Seepferdchen und Hummer. Auch der Nachttauchgang, den Anette sich erbettelt hatte, bot so einiges: Neben einen Oktopus zeigten sich zwei Sepia, einige Drachenköpfe und bei vollkommener Dunkelheit leuchtete das Plankton. Ein traumhafter Tauchgang. Am letzten Tauchtag ging es für Gabi, Rheinhart, Anette, Martin, Andi, Isi und Eva ins Naturschutzgebiet zum Leuchtturm. Wie bereits letztes Jahr gab es riesige Zackenbarsche und Barrakudas zu bestaunen, der Lohn für eine lange, sehr spektakuläre Bootsfahrt, bei der zum Glück alle rechtzeitig ihre Anzüge zumachten. Besonders Andi bewies besonderes Gespür: Nur wenige Sekunden vor einer großen Welle, die der Kapitän Giacomo übersah, schloss er seinen Trockentauchanzug – und sicherte sich damit seinen Tauchgang. Nur für Martin und Anette war es zu viel. Nach dem ersten Seegang mussten sie den Tauchtag beenden. Starker Wellengang zehrte an Martins Nerven und er wollte nicht schon wieder die Fische füttern. Für die restlichen Teilnehmer ging es nochmal raus aufs Meer, zu einem Tauchplatz, der wie ein unscheinbarer Felsen aussieht und „das Schiff“ genannt wird. Jedoch gibt es kein Wrack zu erkunden, dafür aber einen riesigen Oktopus und sehr viele sehr kleine Organismen – mit dem richtigen Guide und gutem Auge auch erkennbar. Doch so gute Augen hatten Eva und Rheinhart nicht, sie waren zu sehr damit beschäftigt, sich nicht wieder ineinander zu verhaken. Anschließend ging es wieder zurück zum Treffpunkt – bei deutlich ruhigerer See.

Zurück in der zweiten Heimat des Tauchclubs hieß es: Boote waschen, zusammenpacken und Anhänger sowie LKW beladen. Jedoch verlief dieser Tag nicht ohne Schreckensmeldung, die jedes der Mitglieder schwer traf. Elli, das rote Boot, hatte ihre wohl letzte Ausfahr getätigt, ein Riss im Spiegel versetzt sie in den Ruhestand. Wir werden dich vermissen, kleines rotes Boot!

Doch auch wenn nicht gewiss ist, wer Ellis Platz nächstes Jahr einnehmen wird oder ob sie sich wieder erholt, kann eines mit Sicherheit gesagt werden: Elba, wir kommen wieder! Und auch dieses Jahr gilt: Nach Elba ist vor Elba, also am besten schon jetzt für nächstes Jahr planen.

 

Elba 2018
Elba 2018
Elba 2018
Elba 2018